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Gedanken zum Sonntag

2. Sonntag nach Trinitatis

 

Predigt Sonntag, 18.06.2023 (Noah)

Die Geschichte von Noah und der Arche, erzählt vom Evang. Johannes- Kindergarten im Familiengottesdienst am 18. Juni in der Wehinger Christuskirche

Hallo! Ich bin Joshua die Taube und ich habe etwas wirklich Aufregendes erlebt. Was ich euch heute erzähle ist schon sehr sehr lange her. Damals lebte ein Mann namens Noah hier auf der Erde mit seiner Familie. Wie an jedem Tag besuchte ich Noah. Noah ist mein Freund. Er ist ein sehr guter und netter Mann. Ich bekomme immer ein paar Brotkrumen von ihm. Er erzählt mir immer Geschichten von Gott und ich höre ihm zu. Doch an diesem Tag ist alles anders. Noah baut irgendetwas. Das sieht aus wie ein Boot. Was macht er denn da? Das schaue ich mir etwas genauer an. Noah hat mir dann erklärt, dass Gott traurig ist, weil niemand sich für Gott interessiert. Nur Noah und seine Familie leben wie es Gott gefällt.

Die Menschen sind gemein zueinander. Sie lügen, betrügen und streiten. Deshalb möchte Gott einen Neuanfang. Es wird ganz viel regnen. Alles wird überschwemmt werden. Alle, die auf Gott hören bekommen einen Platz im Boot, das Noah gerade baut. Es gibt dort auch Platz für ganz viele Tiere. Zwei von jeder Art soll Noah mitnehmen. Noah erzählt mir, Gott habe Ihn beauftragt dieses Boot zu bauen. Dieses Boot heißt Arche. Das erzähle ich gleich meiner Freundin Frieda. Sie möchte auch mit auf die Arche sagt sie.

Wie immer fliege ich jeden Tag bei Noah vorbei und schaue wir er mit der Arche vorankommt. Die anderen Menschen wundern sich, was Noah da macht und lachen ihn aus. Sie sagen er sei verrückt geworden und denke sich das alles nur aus. Noah ist das ganz egal. Er vertraut auf Gott und baut jeden Tag an seiner Arche weiter. Aber auch ich wundere mich. Es hat bisher nicht einen Tropfen geregnet. Was ist, wenn Noah sich doch irrt? Viele Wochen vergehen. Noah hat jeden Tag an der Arche weitergearbeitet und sie ist ein riesiges Schiff geworden. Eines Tages sehe ich ganz viele Tiere! Sie gehen aller zur Arche. Es sind immer zwei. Ich sehe 2 Zebra, zwei Giraffen, zwei Elefanten, zwei Schweine, zwei Schafe und noch viele mehr. Am Himmel ziehen dunkle Wolken auf und es beginnt zu stürmen. Auf einmal fällt ein Regentropfen auf meinen Schnabel. Noah hatte Recht! Der Regen kommt! Ich muss schnell zu Frieda und es ihr sagen. Ich fliege eilig zu meiner Freundin Frieda und fliege mit ihr zur Arche. Wir bekommen sicher auch einen Platz, wenn wir uns beeilen.

Puh, wir haben es geschafft! Draußen regnet es in Strömen. Aber hier im Inneren der Arche sind wir sicher. Es regnet und regnet. Bald gibt es so viel Wasser, dass unser Boot anfängt zu schwimmen. Bald kann man keine Häuser mehr sehen und keine Berge oder Bäume. Nur noch Wasser. Wir sind viele Tage auf der Arche. Es regnet und stürmt. Drinnen ist es eng und stickig. Noah schickt immer wieder Vögel los. Sie sollen Zeichen suchen, dass die Flut endet. Vielleicht schaut ein Baum aus dem Wasser hervor und sie finden einen Zweig. Aber jeden Tag kommen sie zurück und haben nichts gefunden.

Heute bin ich dran. Ich bin schon ganz aufgeregt. Überall ist nur Wasser. Weit und breit nichts als Wasser. Ich bin traurig und möchte schon zurückfliegen. Doch da! Was ist das? Dort ist etwas Grünes, das aus dem Wasser schaut. Es ist ein Baum. Ich fliege hin und pflücke einen Zweig mit meinem Schnabel ab um ihn Noah zu bringen. Vielleicht ist das der Beweis das die Flut nun zu Ende geht. Ich fliege schnell zurück und gebe Noah den Zweig. Noah freut sich sehr darüber. Er sagt das sei ein Zeichen von Gott das nun die Flut zu Ende geht.

Plötzlich kracht es und alles wackelt. Die Arche bleibt stehen. Oh nein wir sind irgendwo dagegen gefahren. Ich muss mir das genauer ansehen. Tatsächlich die Arche steht auf einem Berg. Das Wasser geht zurück und endlich ist es soweit. Wir können die Arche verlassen. Alle freuen sich und danken Gott, dass er so gut auf uns geachtet hat. Er hat sein Versprechen gehalten. Dort wo der Sturm der Sonne begegnet entsteht Plötzlich ein bunter Bogen aus Licht. Da hören wir Gottes Stimme: Ich verspreche euch, ich werde die Erde nie zerstören. Seht ihr den Regenbogen? Immer wenn ihr so einen Regenbogen am Himmel seht, dann erinnert euch, dass ich es gut mit euch meine.

Was für eine beindruckende Geschichte oder? Gott hat sein Wort gehalten und uns sein Versprechen gegeben. Von nun an können wir uns immer freuen, wenn wir einen Regenbogen am Himmel sehen und Gott danken!

(erzählt nach 1. Mose 6,5 – 9,17)