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[Tagesordnung zur Kirchengemeinderatssitzung] 23. März 2026

 

 

wehingen 

 

Herzliche Einladung zur Sitzung des Kirchengemeinderates

am Montag, 23.03.2026 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal ein.

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

 

Öffentlicher Teil

Top 1

19:30 Uhr

Begrüßung

Andacht

Top 2

Festlegung und Ergänzung der Tagesordnung

Top 3

Öffentliches Protokoll der letzten Sitzung vom 24.02.2026

Top 4 

 

 

 

 

 

 

a. Gemeindeleben: Mitteilungen und Anregungen 

Ø  

b. Rückblick:  

  • Konfi-Samstag 28.02.2026 in Rottweil 
  • Atempause am 01.03.2026 
  • Weltgebetstag am 06.03.2026 
  • Konfi-3-Abschluss 14./15.03.2026 

 

c. Ausblick: 

  • Gemeindebrief 
  • Goldene Konfirmation 29.03.2026 
  • Passions- und Ostergottesdienste, Osternacht 04.04.2026 
  • Vorbereitungstreffen zum ökumen. Pfingst-Monats-Gottesdienst am 13.04.2026 
  • Gemeindewanderung 19.04.2026 
  • MA-Dank mit anschließendem Mittagessen 26.04.2026  
  • ökumenische KGR-Sitzung am 09.06.2026 – Themen? 
  • Konfi-Anmeldeabend am 21.04.2026; Konfirmationstermin 2027 
  • 75jähriges Jubiläum unserer Kirchengemeinde 2028 

 

Top 5 

Rückblick und Weiterarbeit am KGR-WE 

  • Padlet strukturieren, mit Namen ergänzen 
  • Visionen und Prioritäten erarbeiten 

Top 6 

Ø  KGR-Dienste: Planung GD 2026 (Churchtools

Top 7 

Bauausschuss:   

  • Bericht von der konstituierenden Sitzung am 17.03.2026 
  • Stand der Dinge Bauprojekt Kirchensanierung 
  • Oikos-Info-Termin 

Top 8 

Informationen aus Ausschüssen, Distrikt und Kirchenbezirk 

  • Bericht von der Bezirkssynode am 13.03.2026 
  • Kooperationsvertrag Jugendarbeit 
  • Bericht Jugendausschuss vom 11.03.2026 

Top 9 

Sonstiges 

  • Homepage 
  • DGM-Webportal: Haben alle KGRs jetzt Zugang? 
  • Besteck von Gosheim ist wieder aufgetaucht. 

 

 

 

 

 

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Gedanken zum Sonntag

Lätare

Predigtgedanken aus dem Familiengottesdienst zum Abschluss von Konfi 3 am Sonntag, 15.03.2026

Liebe Mitchristen!

Heute feiern wir den Sonntag Lätare. Lätare bedeutet: Freut euch! Freude mitten in der Passionszeit, wo wir an das Leiden und Sterben von Jesus Christus denken? Manchmal liegen Freud und Leid ja nahe beieinander. Die Konfi 3-Kinder haben sich dazu gestern drei kleine Anspiele überlegt, in dem sie von eigenen leidvollen Erfahrungen erzählen, und wie man in solchen Situationen wieder zur Freude finden kann. Wirklich vielfältige Situationen habt ihr uns vorgespielt- Danke! Ja, ganz verschiedene Gründe gibt es dafür, dass wir Trost brauchen: Hinfallen und das Knie ist aufgeschürft, geärgert werden von einem anderen Kind. Beim Fußball oder beim Musizieren zu merken: Es klappt nicht so, andere machen es besser, sind größer oder geübter. Schön, dass ihr Kinder euch dazu auch überlegt habt, wie das dann wieder gut werden kann in so einer Situation, und was es dazu braucht: Ein paar aufmunternde Worte, ein Pflaster auf dem Knie- das sprichwörtliche Trostpflaster eben- eine helfende Hand. Aber das braucht es eben auch, und das habt ihr uns auch gezeigt mit euren Anspielen: Man muss sich auch mit dem Problem selbst auseinandersetzen, das jemanden traurig gemacht hat, und versuchen, es aus der Welt zu schaffen: Sich wieder vertragen, wenn man sich gestritten hat; sich entschuldigen, wenn man zu jemandem gemein war. Dann wird es wieder gut.

Dann sind wir getröstet. Und noch etwas Anderes habt ihr euch gestern bei unserem Konfi 3- Treffen überlegt: Wer tröstet euch, wenn ihr traurig seid? Ganz oft ist das eure Mutter. Schön, dass ihr eure Mütter heute auch mitgebracht habt. So wie eine Mutter ihr Kind tröstet, so will uns auch Gott trösten, wenn wir traurig sind oder verletzt oder wütend: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet,“ sagt Gott in der Bibel (Jesaja 66, 13) Aufgeschrieben hat diesen Spruch ein Mann, der in der Bibel den Namen Jesaja hat. Jesaja sitzt an einem Ort, von wo er die ganze Stadt Jerusalem überblicken kann. Jesaja erinnert sich: Früher war Jerusalem eine schöne Stadt, mit hohen Stadtmauern, großen Stadttoren und schönen Häusern. Aber dann kam der Krieg, und alles ging kaputt. Viele Menschen wurden aus der Stadt Jerusalem vertrieben. Erst nach vielen, vielen Jahren konnten sie wieder zurück. Aber in Jerusalem war nichts mehr so wie früher. Und es war schwer, die Stadt wieder aufzubauen, wenn man nichts hatte: Seht ihr die vielen Häuser, die immer noch kaputt sind, sagte Jesaja, und eine Träne rollte aus seinem Auge. „Keiner kann in ihnen wohnen. Die Dächer haben riesige Löcher, die Wände sind eingestürzt und die Türen fehlen. Ach, es ist so traurig, das alles so kaputt ist.“

Bei Jesaja sitzen viele Menschen- Männer, Frauen und Kinder. Sie hören ihm zu. Jesaja hat ihnen schon oft von Gott erzählt. Sie sind ja alle noch nicht lange wieder hier in der Stadt. Da tut es gut, so nahe beieinander zu sitzen. Denn sie haben eine schwere und gefährliche Zeit hinter sich: Sie waren getrennt voneinander, wurden von Feinden verfolgt, hatten große Angst, Hunger und Durst. Ach je! Noch einmal seufzt Jesaja tief. Dann kommt auf einmal ein Lächeln in sein Gesicht: Aber wir sind hier! Und schaut mal- dort drüben sind schon einige Häuser wieder aufgebaut. Wir haben unsere Stadt zurück! Auf einmal springt Jesaja auf und reißt die Arme in die Höhe: „Freut euch mit Jerusalem!“ ruft er. „Jubelt in der Stadt, alle die ihr sie lieb habt. Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr über sie traurig wart.“ (Jesaja 66, 10) Jesaja setzt sich wieder hin und sagt: Ich erzähle euch jetzt, was Gott uns versprochen hat (Jesaja 66, 11): Wie Babys, die an der Brust der Mutter saugen so sollen wir uns ab jetzt wieder in unserer Stadt fühlen: Satt, warm und sicher. Genau so hat Gott es zu mir gesagt: „Wie einen Strom leite ich den Frieden in die Stadt und den Reichtum der Völker wie einen rauschenden Bach.“ (Jesaja 66, 12) Und trösten will ich euch (Jesaja 66, 13). Trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet: Auf dem Arm tragen, auf den Knien schaukeln. Festhalten, bis es euch wieder gut geht und ihr wieder fröhlich sein könnt. Ja, trösten, wie eine Mutter tröstet, das kann Gott. Es wird uns wieder gutgehen, hier in unserer geliebten Stadt Jerusalem.

So sagt es Jesaja damals den Menschen in der zerstörten Stadt Jerusalem. Auch wenn das Leben dort wirklich traurig war, Jesaja konnte sich auf einmal freuen. Gott hat den Jesaja getröstet- wie eine Mutter, die ihr Kind tröstet. Und die Freude von Jesaja ist ansteckend. Alle haben sich auf einmal mitfreuen können- obwohl ihre Stadt immer noch kaputt war, und es noch ganz lange gedauert hat, bis alles wieder ganz war. Aber die Menschen wussten: Gott ist da. Gottes Liebe strömt in unser Herz, wie das Wasser von einem Bach. Wir sind nicht mehr allein. Gott ist bei uns. Darauf können wir uns verlassen- auch heute: Jesus ist bei uns. Bevor er am Kreuz gestorben ist, hat Jesus seine Jünger getröstet und hat ihnen das Abendmahl geschenkt. Immer, wenn wir Abendmahl feiern, denken wir daran und wissen: Jesus ist für uns da.

Ihre Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer

 

 

 

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Über den Kirchturm hinaus

09.03.2026 Fehler als Dünger für Entwicklung

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Gedanken zum Sonntag

Evang. Fastenaktion

Predigt vom Sonntag, 1. März 2026 zur evang. Fastenaktion „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“

Liebe Mitchristen!

„Liebe ist alles.“ So heißt es in einem Lied der Band Rosenstolz. Und doch gibt es Streit- diese Härte, diese Unerbittlichkeit. Ein Streitgespräch, und keine Versöhnung in Sicht. Ja, so unversöhnlich ist unsere Welt geworden, dass oft nicht einmal mehr Streitgespräche geführt werden, sondern nur eisiges Schweigen herrscht. Ja, so unversöhnlich ist unsere Welt geworden, dass oft nicht einmal mehr Streitgespräche geführt werden, sondern nur eisiges Schweigen herrscht. So unversöhnlich, dass der Diplomatie nichts mehr zugetraut wird, sondern nur noch die Waffen sprechen. Schon wieder gibt es einen neuen Krieg in der Welt: Angriff auf den Iran. Und die iranischen Gegenschläge lassen in dieser Logik des Krieges natürlich auch nicht auf sich warten. Die Verhandlungen, die vorher geführt wurden, erscheinen da einmal mehr wie eine Farce.

Wir als Christen sind gerade in der Fastenzeit, dieses Mal zeitgleich mit unseren muslimischen Mitmenschen, die gerade Ramadan haben. „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ Das ist das Motto der diesjährigen Fastenaktion der evangelischen Kirche. Ein Motto, das irgendwie aus der Zeit gefallen erscheint: Ohne Härte, mit Gefühl, Mitgefühl? Wie passt das in unsere Zeit, in der die Waffenindustrie boomt und Aufrüstung und militärische Härte als unumgänglich angesehen werden? Wie passt das in unsere Zei, wo jeder in seiner eigenen Blase, in seinem Elfenbeinturm lebt, und das Verständnis für anders Denkende und anders Lebende immer geringer wird? Wie passt das in unsere Zeit, in der rechte Parolen und Parteien wieder salonfähig geworden sind?

Der hannoversche Landesbischof und Botschafter der evangelischen Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ meint dazu: „Die Fastenzeit ist eine Unterbrechung des Gewohnten. Sie öffnet neue Türen.“ Türen zu uns selbst, zu unseren eigenen Gefühlen: Freude und Trauer, Wut, Angst und Ekel. Jeder Mensch hat diese Gefühle. So hat Gott uns geschaffen. Wie geht es mir mit meinen Gefühlen? Kann ich sie spüren? Oder sind sie auf stumm geschaltet- weil sie mir aberzogen wurden, weil sie unerwünscht sind oder peinlich? Ja, Gefühle wie Wut oder Angst möchten wir lieber vor anderen nicht zeigen, oft nicht einmal vor uns selbst. Aber das Problem daran ist: Unsere Gefühle lassen sich nur insgesamt auf stumm schalten, nicht jeweils einzeln. Wir können nicht die Wut und die Angst, die tief in uns drinstecken, auf stumm schalten, aber bei der Freude drehen wir den Lautstärkeregler hoch. So funktioniert unsere Seele nicht. Denn Gott hat uns alle unsere Gefühle geschenkt, damit wir sie wahrnehmen und auf sie achten.

So wollen wir mit Gefühl durch diese Fastenzeit gehen- mit der Achtsamkeit für das, was unsere Gefühle uns sagen wollen. Mit Gefühl- das kann man in zwei Worten schreiben oder nur in einem Wort: Mitgefühl heißt das Wort dann. Mit Gefühl oder Mitgefühl- beides gehört zusammen. Denn nur wenn ich auf meine eigenen Gefühle achte, kann ich auch mit anderen Menschen mitfühlen: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Lukas 10,27) So hat es Jesus dem Schriftgelehrten ans Herz gelegt, der ihm gefragt hat, wie er in den Himmel kommen kann. Mitgefühl ist da gefragt: Mit dem anderen mitfühlen. Aber mit wem denn genau? Es gibt so viele Menschen auf der Welt. Da kann ich nicht mit allen mitfühlen. Das würde mich überfordern; kein Mensch kann das schaffen bei all dem Leid und Elend auf dieser Welt.

Aber treten wir deswegen nicht in die Falle, unser Mitgefühl komplett auf stumm zu stellen. Lassen wir uns nicht verhärten, damit die Welt nicht noch härter wird. Es stimmt eben nicht, dass wenn jeder sich selbst der Nächste ist, auch an jeden gedacht ist. Jeder von uns wird in seinem Leben irgendwann einmal eine Situation erlebt haben oder erleben, wo er darauf angewiesen ist, dass andere mitfühlen mit ihm. Diese Woche hat mir jemand erzählt von einem Jungen hier in Wehingen, der schwer mit dem Fahrrad gestürzt ist, mit Knochenbrüchen. Da liegt dieser Junge auf der Straße und erlebt, wie mehrere Autos an ihm vorbeifahren, ohne anzuhalten- bis endlich jemand kommt und den Krankenwagen ruft. Ja, wir brauchen das alle, dass wir uns gegenseitig Mitgefühl entgegenbringen, denn wir alle sind in unserem Leben immer wieder darauf angewiesen, dass andere das auch für uns tun.

Die Geschichte, die Jesus dem Schriftgelehrten erzählt, geht ganz ähnlich (Lukas 10,30-35). Da liegt einer am Straßenrand von der Landstraße von Jerusalem nach Jericho- nackt, verletzt und hilflos. Er hat die volle Brutalität und Härte erlebt, die Menschen sich antun können: Einen Raubüberfall, bei dem er brutal zusammengeschlagen wurde. Ob er überlebt oder nicht, das ist seinen Peinigern egal gewesen. Und auch zwei weiteren Personen war es egal, die da ihres Weges zogen: Ein Priester und ein Tempeldiener- scheinbar fromm, aber ohne Mitgefühl. Sie sagen sich knallhart: Der Gottesdienst im Tempel hat Vorrang. Wir können hier keinen Zwischenstopp einlegen.

Dann kommt ein anderer, Dritter vorbei. Der ist anders als die anderen. Der ist nicht von hier. Der ist aus Samaria und hat einen anderen Glauben. Dieser Samariter hilft. Er übernimmt die Erstversorgung der Wunden des Verletzten. Mit seinem Reittier übernimmt er auch den Krankentransport und sogar die Kosten für die Krankenpflege in der nächsten Herberge, wo er den Verwundeten hinbringt. Solche barmherzigen Samariter gibt es viele, auch in unserem Land. Sie kommen aus Syrien und Afghanistan, aus Osteuropa, dem Iran und vielen anderen Ländern. Viele von ihnen haben einen anderen Glauben. Aber sie leben das, was Jesus wollte: Sie sind da für die Hilflosen und Kranken- in unseren Pflegeheimen, Krankenhäusern und Arztpraxen. Was wären wir ohne sie? Sehen wir sie? Nehmen wir sie wahr, fühlen wir mit ihnen? Sind wir dankbar dafür, dass wir sie in unserem Land haben, damit die Versorgung unserer älter werdenden Gesellschaft gewährleistet bleibt?

„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte.“ Neulich habe ich in einem christlichen Gesprächskreis über dieses Thema gesprochen. Ein Mann in diesem Gesprächskreis hat erzählt, das ihm dieses Thema aus dem Herzen spricht. Beruflich kommt er in viele Firmen in der Region- und immer, immer wieder hört er dort fremdenfeindliche Parolen, die ihm ganz zuwider sind und seinem christlichen Menschenbild widersprechen. Für Diskussionen ist in seinem beruflichen Rahmen da weder Raum noch Zeit. Ja, auch in anderem Rahmen sind solche Diskussionen in der Regel sehr schwierig oder gar nicht möglich. Mit Gefühl: Dieser Mann konnte in der vertrauten Gruppe über seine Gefühle sprechen und hat dort Mitgefühl und Verständnis erfahren. Und doch wird ihm diese Härte wohl weiterhin entgegenschlagen in seinem beruflichen Alltag.

Sich selbst trotzdem nicht verhärten zu lassen, auch wenn uns Härte entgegenschlägt- wie kann das gelingen?  Wie ist das- auch in anderen Situationen, wenn man im Streit auseinandergeht, und kein Weg der Versöhnung in Sicht ist? Eine Teilnehmerin der Gesprächsgruppe sagte: „Ich bete für diese Menschen, mit denen ich nicht kann. Ich bitte Gott darum, dass er sie segnet.“ Das hat mich beeindruckt. Wichtig finde ich: Meine Gefühle darf ich zu Gott bringen- alle. Egal ob ich sie selbst als gut oder schlecht einschätze. Meine Wut darf ich genauso zu Gott bringen wie die Angst und den Ekel; meine Trauer genauso wie die Freude. Und genauso darf ich den anderen Menschen, meinen Nächsten, Gott anvertrauen- mit allem, was ich über ihn denke und fühle. Und ich darf mich darauf verlassen: Gott kennt diesen Menschen besser als ich. Ich lege ihn in Gottes Hand. Gott wird es schon richten. Auf ihn will ich vertrauen. So sagt es auch Jesus in seinem Gespräch mit dem Schriftgelehrten. Als erstes legt er diesem Mann und uns allen ans Herz: „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.“ (Lukas 10, 27) Ja, wenn ich Gott die Ehre gebe und alle meine Gefühle zu ihm bringe, dann kann auch das Zweite gelingen, das Jesus sagt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Ihre Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer

 

 

 

 

 

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Gedanken zum Sonntag

Invocavit

Predigt zum Familiengottesdienst mit dem Evang. Johannes-Kindergarten am 22. Februar 2026

Liebe Kinder, liebe Erwachsene!

Vielen Dank für Eure Geschichte (Jona 1-3). Wir haben gehört von Petula, dem Wal und Jona, dem Propheten. Jona ist weggelaufen. Schnell weg wollte er, mit dem Schiff übers Meer. Innerlich war er ganz aufgewühlt. Denn Jona hatte eine große Aufgabe vor sich. Damals gab es nämlich ein anderes Volk, das das Volk Israel bedrohte, zu dem Jona gehörte. Das war das Volk der Assyrer. Die Assyrer hatten Waffen und viele, viele Soldaten. Ihr König herrschte in der großen und mächtigen Stadt Ninive. Jona zitterte vor Angst, wenn er an die Assyrer dachte, und alle anderen von seinem Volk Israel zitterten auch. Sie dachten: „Hoffentlich kommen die Soldaten aus Ninive nicht zu uns und nehmen unser Land ein.“ Und sie erzählten sich schlimme Geschichten, wie grausam und gottlos die Menschen in der Stadt Ninive sind. Aber Gott hat alle Menschen lieb und will, dass sie gerettet werden. Dazu braucht Gott Menschen, die den anderen von Gott erzählen. Früher, in der Bibel, hat man diese Menschen Propheten genannt.

Jona war so ein Prophet. Er hatte den Menschen schon viel von Gott erzählt- aber immer nur den Menschen aus seinem Volk, den Menschen aus Israel. Aber jetzt hatte Gott einen neuen Auftrag für Jona. Gott hat zu Jona gesagt: „Jona, mache dich auf den Weg! Verlasse dein Land und gehe in die Stadt Ninive! Warne die Menschen dort! Denn sie richten großes Unheil an.“ Jona bekam einen Riesenschreck: „Nach Ninive?“ sagte er sich „Nein, da gehe ich nicht hin, auf gar keinen Fall! Da wohnen doch meine Feinde! Sollen die Menschen dort machen, was sie wollen! Das geht mich doch nichts an. Und außerdem ist es viel zu gefährlich!“ Jona hat Angst. Jona ist sauer auf Gott. Wieso schickt in Gott nach Ninive, wo die bösen Menschen wohnen und die vielen gefährlichen Soldaten? Jona kann es nicht ertragen, diese Aufgabe, die ihm gestellt ist. Das schaffe ich nie, das wächst mir über den Kopf, das will ich einfach nicht wahrhaben. Also laufe ich weg. So macht es Jona. Ganz aufgewühlt steigt er auf ein Schiff und fährt übers Meer.

Manchmal geht es uns ja auch so, wenn uns etwas Angst macht. Dann laufen wir einfach weg. Und man muss es heute nicht einmal mehr so machen wie Jona, dass man wirklich ein Schiff oder ein Flugzeug besteigt und auswandert in ein fernes Land. Man kann sich auch in die Videospiele auf der Spielkonsole oder am Handy flüchten. Fliehen aus der Realität in eine andere Welt. Aber die Angst geht davon nicht weg. Die Probleme verschwinden dabei nicht. Das war auch beim Propheten Jona so. Innerlich ganz aufgewühlt steigt er auf das Schiff, das ihn in ein fernes Land bringen soll- weit weg von Gottes Auftrag, genau in die entgegengesetzte Richtung wie die Stadt Ninive liegt, in die er eigentlich verreisen sollte. Dort im Schiff legte er sich schlafen und träumte wilde Träume.

Aber Jonas Schiffsreise geht gründlich schief. So aufgewühlt, wie Jona innerlich ist, so aufgewühlt ist es auf einmal auch um ihn herum. Jona wird wachgerüttelt. Der Kapitän vom Schiff steht neben ihm. Alles um ihn herum schwankt und dreht sich und es ist ein Riesenlärm. Jona merkt: Das hier ist kein Alptraum mehr. Das ist die Wirklichkeit. Hier auf dem Schiff sind wir in einen furchtbaren Sturm gekommen. Unser Schiff bricht schon beinahe auseinander. Bald werden wir untergehen. Der Kapitän sagt zu Jona: „Jetzt hilft nur noch beten. Auf, Jona, steh auf und bete mit uns!“ Aber Jona denkt: O je! Ich bin doch weggelaufen vor dem Auftrag, den Gott mir gegeben hat. Wie kann ich jetzt zu Gott beten? Jona merkt: Vor Gott kann ich nicht weglaufen, und auch nicht vor meinen Problemen. Aber der Sturm wird immer schlimmer. Die Matrosen haben schon alles ins Meer geworfen, was auf dem Schiff war, damit es nicht auseinanderbricht und untergeht. Aber immer noch ist das Schiff zu schwer. Da werfen die Matrosen das Los: „Einer von uns muss jetzt ins Meer. Sonst schaffen wir es nicht,“ sagen sie.

Das Los fällt auf Jona. „Bist du schuld an dem Sturm?“ fragen die Matrosen Jona. „Ja“, sagt Jona, und erzählt ihnen, wie er vor Gott weggelaufen ist. Die Matrosen wollen Jona nicht ins Meer werfen. Noch lange kämpfen sie gegen die Wellen. Aber schließlich geht es nicht mehr anders. Sie werfen Jona ins Wasser. Sofort hört der Sturm auf. Das Schiff ist gerettet. Und Jona? Eigentlich müsste er jetzt im Meer ertrinken. Aber Gott hat alle Menschen lieb, auch den Jona, obwohl der vor ihm weglaufen wollte und nicht machen wollte, was Gott gesagt hat. Also schickt Gott den Wal, um Jona zu retten. Petula heißt der Wal, so haben wir es vom Kindergarten gehört. Der Wal verschluckt Jona. Und dort, im dunklen Bauch von Petula, dem Wal, kann Jona überleben.

Eine ganz unglaubliche Geschichte ist das. Ja, liebe Gemeinde, liebe Kinder und Erwachsene: Gott kennt Wege, wo wir keine mehr wissen. Der Bauch von Petula, dem Wal war wie ein Grab für Jona. Wie sollte er da noch lebend rauskommen? Aber Jona bekommt von Gott einen Neuanfang geschenkt. Petula, der Wal, schwimmt mit Jona im Bauch durch das Meer. Und Petula der Wal schwimmt in die andere Richtung wie das Schiff, mit dem Jona unterwegs war. Gott zeigt dem Wal die Richtung. Gott lässt Petula ganz in die Nähe von der großen, bösen Stadt Ninive schwimmen. Dort schwimmt Petula ganz nah an die Küste heran und spuckt den Propheten Jona aus.

Jona reibt sich die Augen: Hurra, er lebt! Er bekommt wieder festen Boden unter den Füßen. Er sieht wieder die Sonne. Drei ganze Tage war er im dunklen Walfischbauch. Das, was er erlebt hat in diesen drei Tagen, das hat ihn verändert. Jetzt kann Jona klar sehen. Er sieht seine Aufgabe: Die Aufgabe, nach Ninive zu gehen und die Menschen dort aus ihrer Scheinwelt zu holen und ihnen die harte Wahrheit vor Augen zu führen. Die Krise als Chance begreifen, das ist ja ein Thema auch in unserer Zeit, in der Manches erschüttert wird, was uns bisher selbstverständlich erschienen ist. Manche Aufgabe, die uns gestellt ist, scheint uns schwer in diesen Zeiten. Jona stellt sich seiner schweren Aufgabe. Er nimmt sie an und führt sie aus, im Rahmen seiner Möglichkeiten. Er hat es geschafft. Und wirklich: Die Menschen in Ninive hören, was Jona ihnen sagt. Sie merken: So, wie wir bisher gelebt haben, geht es nicht weiter. Das war böse. Das war falsch. Wir wollen unser Leben ändern. So hat Gott nicht nur den Propheten Jona gerettet, sondern auch die Menschen in Ninive.

Und das alles war nur möglich, weil Gott Petula den Wal zu Jona geschickt hat. Der Wal hat Jona vor dem Ertrinken gerettet und hat ihn an den Ort gebracht, wo er vielen Menschen helfen konnte, das sie zu Gott finden. Ja, Gott hat viele Möglichkeiten, um uns allen zu zeigen: Gott hat uns lieb.

Amen.

 

 

 

 

 

 

 

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Allgemein

[Einladung KGR-Sitzung] Dienstag, 24.02.2026

wehingen 

 

 

Herzliche Einladung zur Sitzung des Kirchengemeinderates

am Dienstag, 24.02.2026 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal ein.

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

 

Öffentlicher Teil

Top 1

19:30 Uhr

Begrüßung

Andacht

Top 2

Festlegung und Ergänzung der Tagesordnung

Top 3

Öffentliches Protokoll der letzten Sitzung vom 28.01.2026

Top 4

 

 

 

 

 

 

a. Gemeindeleben: Mitteilungen und Anregungen

Ø   

b. Rückblick:

Ø  Gottesdienst mit Kiga und anschließendem Gemeindemittagessen

c. Ausblick:

Ø  Digitales Onboarding 25.02.2026 von 18.00 – 21.00Uhr

Ø  Konfi-Samstag 28.02.2026 in Rottweil

Ø  Atempause am 01.03.2026

Ø  Klausur-WE 07./08.03.2026 im Haus Bittenhalde in Tieringen

Aufgabe für WE bis 04.03.2026 zu erledigen

Ø  Vorbereitungstreffen zum ökumen. Pfingst-Monats-Gottesdienst am 13.04.2026, 18.00 Uhr im Pfr.-Hornung-Heim

Ø  Ökumenische KGR-Sitzung am 09.06.2026, 19 Uhr – Themen?

Top 5

KGR-Dienste: Planung GD 2026 (Churchtools)

Top 6

Finanzen

Ø  Vorstellung und Beschluss des Haushaltsplans 2026

(siehe Anlage)

Top 7

Bauausschuss: 

Ø  Termin für konstituierende Sitzung festlegen

Ø  Stand der Dinge Bauprojekt Kirchensanierung

Ø  Bericht vom Vor-Ort-Termin mit Architektin Zappe am 23.02.

Ø  Oikos-Info-Termin online am 09.03. (siehe Anhang)

Top 8

Informationen aus Ausschüssen, Distrikt und Kirchenbezirk

Ø  Zur Info: Besetzung von Kindergarten-Ausschuss, Jugendausschuss und Bauausschuss

Top 9

Sonstiges

  • Anschreiben vom DGM-Webportal – Haben alle KGRs es erhalten?
  • KI-Online-Schulung ist freiwillig
  • Info: Ab Herbst gibt es neue Schulungen zum Thema „sexualisierte Gewalt“
  • Lagen bereits alle Führungszeugnisse vor?

 

 

 

 

 

 

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Gedanken zum Sonntag

Sexagesimä

Predigt zum Sonntag Sexagesimä, 8. Februar 2026

Liebe Mitchristen!

Essen Sie gerne Süßes? Schokolade zum Beispiel, die so lecker auf der Zunge zerschmilzt. Oder die leckeren Fasnetsküchle und Berliner, die es um diese Jahreszeit gibt. Ja, in der Fasnet gibt es viel Süßes und Kalorienreiches. Der Grund dafür war ursprünglich, dass die Vorräte an diesen Lebensmitteln noch aufgebraucht werden sollten, bevor dann am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, in der man auf solch kalorienreiche Lebensmittel verzichtet hat. Süßes, Kalorienreiches und auch Hochprozentiges wird bei uns konsumiert in den närrischen Tagen. Die Welt steht kopf in dieser 5. Jahreszeit: Nicht wer klug und weise gehandelt hat im vergangenen Jahr bekommt da einen Orden verliehen, sondern der, der der größte Narr war.

In der Bibel lesen wir an manchen Stellen auch von Menschen, die sich närrisch verhalten haben- allerdings mit sehr ernstem Hintergrund. Der Prophet Hesekiel oder Ezechiel war einer von ihnen. Offensichtlich mochte der auch Süßes. Süßes- das war in der Zeit der Bibel der Honig. Zucker und Schokolade waren damals noch nicht bekannt. Lecker, denkt der Prophet Ezechiel. Das, was ich gerade in den Mund stecke, das schmeckt süß wie Honig! Ezechiel leckt sich die Lippen und beißt noch einmal ein Stück ab von dieser Leckerei. Aber was ist es, das der Prophet da isst? Ich stelle es mir eigentlich ziemlich trocken und zäh vor, was er sich da in den Mund schiebt: Ein Buch ist es, mit dem Ezechiel seinen Magen füllt; eine Schriftrolle, die hinten und vorne beschrieben ist mit lauter Wehklagen (Ezechiel 2,8-3,3).

Wer war dieser Prophet Ezechiel? Ezechiel war in der Verbannung. Er war ein Priester aus der Oberschicht von Israel. Diese Oberschicht hatte man damals ins ferne und feindliche Babylon verschleppt. Der Krieg mit seinen Toten; der lange und qualvolle Weg von Israel nach Babylon, die die feindlichen Soldaten ihnen aufgezwungen hatten- all diese Bilder des Schreckens sieht Ezechiel vor sich, wenn er die Augen schließt; dort in Babylon in der Fremde, wenn er dort am Fluss sitzt und über das Schicksal seines Volkes nachdenkt: Hatte Gott sie verlassen? Sicherlich war es auch ihre eigene Schuld, dass sie in diese Situation geraten waren, da war sich Ezechiel sicher. Ja, sie hatten Fehler gemacht. Sie hatten sich von Gott abgewandt und auf ihre eigene Stärke vertraut; auf die Stärke ihrer Waffen. Jetzt hatte Gott ihnen einen Denkzettel verpasst. Aber wie sollte es jetzt weitergehen?

Ezechiel schließt wieder die Augen. Aber statt der Bilder von Krieg, Zerstörung und Vertreibung hat er auf einmal ein anderes Bild vor Augen (Ezechiel 1): Er sieht den Thron Gottes in seiner ganzen Herrlichkeit. Engel fliegen auf und ab, und riesige, leuchtende Räder machen den Thron beweglich. Ezechiel versteht: Gottes Thron steht nicht nur in Jerusalem im Tempel, der jetzt so fern und unerreichbar ist. Gottes Thron kann überall sein. Ja, Gott ist da- hier und jetzt. Er ist bei mir, auch in der Fremde, auch in der Verbannung. Ezechiel schaut noch einmal auf. Jetzt sieht er noch mehr: Gott sitzt auf dem Thron. Seine Gestalt reicht bis zum Himmel, blendend hell wie die Sonne. Ezechiel fällt zu Boden, denn das, was er gesehen hat, ist zu viel für einen Menschen.

Da hört er Gottes Stimme: „Du Menschenkind, stelle dich auf deine Füße, so will ich mit dir reden.“ (Ezechiel 2,1) Aber Ezechiel schafft es nicht, alleine aufzustehen. Gottes Geist hilft ihm auf (Ezechiel 2,2). Was er jetzt sieht, ist etwas anderes: Eine Schriftrolle. Diese Schriftrolle ist mehr als nur eine Vision. Ezechiel kann sie nicht nur sehen; er kann sie auch anfassen, fühlen und schmecken. Zuerst liest Ezechiel, was auf dieser Schriftrolle vorne und hinten geschrieben steht. Es sind lauter Wehklagen. Als Ezechiel das liest, wird sein Herz schwer. Denn er weiß, was das zu bedeuten hat: Es werden noch weitere harte Zeiten kommen für sein Volk. Die Verbannung nach Babylon ist noch lange nicht zu Ende. Wie soll er das seinem Volk bloß sagen? Wie soll er ihnen sagen, was er verstanden hat und was Gott ihm aufgetragen hat: Wir sind nicht schuldlos in diese Lage gekommen. Wir müssen bei uns anfangen, wenn es darum geht, die Fehler zu suchen. Es sind nie nur „die anderen“. Welchen Anteil haben wir selbst an dem, was uns widerfahren ist?

Es tut weh, so zu fragen, damals wie heute. So zu fragen, das bedeutet, die Komfortzone zu verlassen, die eigenen Fehler einzugestehen und bereit zu sein, das eigene Leben zu ändern. Auch heute regen sich wieder Geister, die die schmerzhaften Lehren der Vergangenheit in Frage stellen. Wohin wird uns das bringen, wenn Unterschiede gemacht werden zwischen Menschen; wenn die Menschenwürde und die Menschenrechte nicht mehr für alle gleich gelten. Aus Amerika erreichen uns verstörende Bilder von Menschen, die niedergeschossen wurden, weil sie sich für Migranten eingesetzt haben. Aber wie sieht es bei uns aus? Wie gehen wir mit Menschen anderer Herkunft um? Und wohin wird uns das bringen, dass der letzte Atomwaffenvertrag nun ausgelaufen ist und Waffen wieder mehr zugetraut wird als Verhandlungen? Ezechiel hat es in seiner Zeit gespürt, wie der Wind sich drehte, wie die Widerstände mächtiger wurden und der Großmut sich erhob. Hatten sie denn nichts gelernt? Wie konnte das sein: Die Falken griffen erneut nach dem Ruder und verbreiteten einfache Antworten, ohne auf die mahnenden Worte des Propheten zu hören.

Ezechiel wird es ganz flau im Magen. Seine Kräfte schwinden. Wie soll er Gottes Botschaft unter die Leute bringen? Ja, wenn es wenigstens eine hoffnungsvolle Botschaft wäre. Aber seine Botschaft ist hart: Ändert euer Leben, sonst wird es noch schlimmer kommen! So lautet die Botschaft. Wer will eine solche Botschaft hören, damals wie heute? Wer von uns würde auf Wohlstand und die damit verbundenen Annehmlichkeiten verzichten, um die Klimaerwärmung aufzuhalten? Wer will sich für Frieden und Verständigung einsetzen in einer Zeit, wo scheinbar nur die Sprache der Waffen verstanden wird? Wer will sich einsetzen für Menschlichkeit gegenüber den Flüchtlingen aus dem globalen Süden und nicht nur für undurchlässige Grenzen in Europa?

Da schwinden die Kräfte, auch bei uns. Vielleicht braucht es das einfach mal was Süßes, Kalorienreiches, das uns wieder neue Energie gibt. Vielleicht braucht es da eine Zeit wie die Fasnet, wo die Welt kopf steht und man auch das ausspricht, was man sonst eher für sich behält. Kinder und Narren sprechen ja bekanntlich die Wahrheit. Vielleicht braucht es eine solch andere, nicht alltägliche Zeit, um sich dann Zeit zu nehmen, die alten und eingefahrenen Wege noch einmal zu überdenken: Nach der Fasnet kommt die Fastenzeit, die Zeit der Umkehr und Neubesinnung. Werden wir diese Zeit nutzen und uns neu besinnen auf das, was wirklich zählt- Mitmenschlichkeit, Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung? Oder werden die Worte, die zur Umkehr rufen, an uns abprallen? Sind auch wir ein Haus des Widerspruchs, Menschen mit harten Köpfen und verstockten Herzen, so wie damals die Zeitgenossen des Propheten Ezechiel (Ezechiel 2,3-5)?

Gottes Wort ergeht auch an uns. Ob wir es annehmen, ist unsere Entscheidung. Auch der Prophet Ezechiel wusste: Die Menschen werden das nicht hören wollen, wenn er zur Umkehr aufruft. Frustrierend, das von vornherein zu ahnen oder gar zu wissen. Ezechiel wird es ganz flau im Magen. Seine Kräfte schwinden. Aber Gott lässt ihn nicht im Stich; Gott bittet ihn zu Tisch und gibt ihm zu Essen. Gott speist Ezechiel mit seinem Wort. Aber Ezechiel lässt sich ein auf diese Speise. Und er merkt: Das schmeckt ja- süß wie Honig. Nun denke ich nicht, dass das Wort Gottes dem Propheten Ezechiel auf der Zunge zerschmolzen ist wie Schokolade. Die Schriftrolle, die er gegessen hat, war sicherlich eher trocken oder zäh. Da musste er sicherlich lange daran kauen, wie an einem trockenen, harten Stück Brot. Wenn man Brot sehr, sehr lange kaut, dann schmeckt es süß. Man muss dazu gar keinen Honig auf das Brot streichen. Die Süße kommt von selber. So ist es auch mit dem Wort Gottes. Es ist nicht immer leicht verdaulich. Es geht nicht immer runter wie Öl. An manchen Worten habe ich lange zu kauen. Nehmen wir uns diese Zeit. Lassen wir uns ein auf Gottes Wort. Und auch wenn wir manches nicht verstehen: Gott meint es gut mit uns.

Ihre Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer

 

 

 

 

 

 

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Gedanken zum Sonntag

3. Sonntag nach Epiphanias

Predigt zur Einführung des neuen Kirchengemeinderats am 25. Januar 2026

Liebe Gemeinde!

„Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.“ So schreibt der Schweizer Pfarrer und Lyriker Kurt Marti in einem Gedicht.

Ja- wo kämen wir hin? Und wem könnten wir dort begegnen? Welche Menschen kämen in unser Blickfeld? Womöglich wären es Menschen, bei denen wir noch gar nicht auf die Idee kamen, dass sie in Gottes Blickfeld sind. Welche spannenden und überraschenden Erfahrungen könnten wir machen, miteinander und mit Gott? Und wo wären wir eigentlich hingekommen, wenn Gott so an sich selbst genug hätte? Gott hat sich nicht zu seinesgleichen gesellt, sondern zu uns. Wir haben es mit einem Gott zu tun, der sich zu uns auf den Weg gemacht hat. Er, der keiner von uns ist, wird in Jesus Christus einer von uns.

Das alles hatte auch der Apostel Petrus schon oft gepredigt. Er hatte von Jesus erzählt. Was Jesus gesagt hat, wie er gelebt hat und wofür er eingetreten ist mit seinem Leben und mit seinem Sterben. Und doch fiel es Petrus schwer, sich selbst auf den Weg zu machen an diesem Tag, als er zu einem römischen Hauptmann gerufen wurde, denn zu einem Römer ging ein frommer Jude wie er eigentlich nicht. Diese Geschichte von der Bekehrung des römischen Hauptmanns Kornelius, bei der auch Petrus eine Kehrtwende von seinen bisherigen Ansichten macht, lesen wir in der Bibel in Apostelgeschichte 10. Damit Petrus zu diesem ungewöhnlichen, ja nach damaligem Verständnis unerhörten Gang zum Hauptmann Kornelius bereit ist, muss er erstmal runterkommen. Petrus kommt runter vom Obergeschoss seines Hauses, wo er eine Vision hatte. Dieser kräftige Wink des Himmels hat ihm seinen bisherigen Standpunkt eindrücklich zerpflückt. Und so kommt Petrus auch runter vom hohen Ross, dass er meint, vor Gott etwas Besseres zu sein als dieser römische Hauptmann. Ja, Petrus kommt runter und schafft es so, dass er Kornelius auf Augenhöhe begegnet: Er hört zu, fragt nach, versucht zu verstehen. Er kommt nicht mit fertigen Antworten und Glaubenssätzen. Er kommt mit Offenheit. Und er lässt sich überraschen, wo das noch hinführt. Das beeindruckt mich.

Denn Petrus hätte es ja auch anders machen können. Er hätte zu den Boten, die Kornelius zu ihm geschickt hatte, ja auch sagen können: „Na gut, dann geht heim, holt euren Hauptmann, bringt ihn her. Er soll sich auf den Weg zu mir machen. Ich werde ihn in meiner Welt willkommen heißen.“ Aber so funktioniert das nicht, das hat Petrus verstanden: Nicht der andere muss zu ihm kommen. Er selbst muss sich auf den Weg machen. So besucht Petrus den anderen in dessen Welt. Genau so kann Petrus die Botschaft von Jesus Christus rüberbringen. Indem er sich auf den Weg macht, kann er zu Gott einladen, der sich zu uns allen auf den Weg gemacht hat.

Wenn ich den Spuren Jesu folge, führen mich seine Spuren nicht aus der Welt hinaus, sondern in die Welt hinein. Wir haben dieser Welt das Evangelium zu verkündigen. Als Christinnen und Christen können und sollen wir hineinwirken in diese Gesellschaft; mit helfenden Händen und klaren Worten. Das ist unsere Aufgabe- miteinander zu bauen am Reich Gottes. Auch mal ungewöhnliche Wege zu gehen. Nicht immer nur erwarten, dass die Leute zu uns kommen, sondern selber hingehen zu den Leuten. Offen sein für das Wirken des Heiligen Geistes- auch an ungewöhnlichen Orten. Auch bei den Menschen, die wir mit Glauben und Kirche gar nicht in Verbindung gebracht hätten.

Das alles ist eine Aufgabe, die nicht im Alleingang funktioniert. Auch Petrus geht nicht allein zum Hauptmann Kornelius. Einige Gemeindeglieder gehen mit ihm. Immer wieder steht die christliche Kirche vor Herausforderungen. Damals bei Petrus und Kornelius war es die Frage, ob sich die christliche Gemeinde auch für Heiden öffnen sollte oder auf Menschen aus der jüdischen Religion beschränkt bleiben sollte. Heute stehen wir vor anderen Herausforderungen. Unsere Gemeinden werden kleiner. Wie können wir trotzdem fröhlich, liebevoll und kreativ die frohe Botschaft weitertragen und Menschen für das Evangelium von Jesus Christus begeistern? Welche strukturellen Veränderungen braucht es dafür? Welche neuen Wege lohnt es sich zu beschreiten; von welchen alten und liebgewordenen müssen wir uns vielleicht verabschieden?

Petrus war nicht allein unterwegs auf seinem neuen und für die damalige Zeit unerhörten Weg zum römischen Hauptmann Kornelius. Gut, dass wir auch nicht allein unterwegs sind hier in der Gemeinde. Gut, dass wir wieder ein neu gewähltes Leitungsgremium haben- acht Frauen und Männer, die sich in den Kirchengemeinderat haben wählen lassen. Wir wissen es heute noch nicht, welche neuen, ja vielleicht unerhörten Wege wir in den kommenden sechs Jahren miteinander gehen werden in unserer Gemeinde in diesen bewegten Zeiten. Aber wir können uns darauf verlassen: Gott geht mit. Sein Heiliger Geist begleitet uns.

Ihre Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer

 

 

 

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Allgemein

[Einladung KGR-Sitzung] Tagesordnung

 

wehingen 

 


Herzlich laden wir zur Sitzung des Kirchengemeinderates ein                am Mittwoch, 28.01.2026 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal ein.

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

 

Öffentlicher Teil

Top 1

19:30 Uhr

Begrüßung

Andacht

Kurze Vorstellung aller Anwesenden

Top 2

Festlegung und Ergänzung der Tagesordnung

Top 3

Öffentliches Protokoll der letzten Sitzung vom 10.12.2025

Top 4

 

 

 

 

 

 

a. Gemeindeleben: Mitteilungen und Anregungen

Ø   

b. Rückblick:

Ø  Weihnachtsgottesdienste

Ø  Jahreswechselgottesdienste

Ø  Gottesdienst mit WoMenVoices 04.01.2026

Ø  Kirche-Kunterbunt-Vorbesprechung 22.01.2026

 

c. Ausblick:

Ø  KGR-Termine 2026

Ø  Verpflegungs- und Andachtsliste 2026

Ø  Jahresplanung 2026

Ø  Digitales Onboarding 25.02.2026 von 18.00 – 21.00Uhr

Ø  Klausurtag 07./08.03.2026 im Haus Bittenhalde in Tieringen

Ø   

Top 5

KGR-Dienste: Planung GD 2026 (Churchtools)

Top 6

 

 

Informationen zur Kirchengemeinde, dem Kirchengemeinderat und deren Aufgaben – auch in weiteren Gremien

 

  • Vorstellung Organigramm der Kirchengemeinde
  • Assistenz der Gemeindeleitung (AGL)
  • Beauftragter für die Haushaltsführung (BFDH)
  • Bauausschuss (Aufgaben des Bauausschusses)
  • Kindergartenausschuss

 

 

Top 7

Bauausschuss: 

Ø  Stand der Dinge Bauprojekt Kirchensanierung

      

Top 8

Distrikt & Bezirk

Ø  Vorstellung Distrikt und Kirchenbezirk

Top 12

Verschiedenes

Ø   Winterdienst: Klaiber & Haas räumen von Mo. – Sa.

Ø   

 

 

 

Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer                                 Wolfgang Klein, 2. Vorsitzender des KGR

 

 

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Über den Kirchturm hinaus

19.02.2026 Exerzitien

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