Autor: Martin Siedler
Evang. Kirchengemeinde
Wehingen
Finkenweg 12
78564 Wehingen
07426/7186
Herzlich laden wir zur Sitzung des Kirchengemeinderates ein
am Donnerstag, 23.04.2026 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal ein.
Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:
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Öffentlicher Teil |
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Top 1 19:30 Uhr |
Begrüßung Andacht |
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Top 2 |
Festlegung und Ergänzung der Tagesordnung |
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Top 3 |
Öffentliches Protokoll der letzten Sitzung vom 23.03.2026 |
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Top 4
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a. Gemeindeleben: Mitteilungen und Anregungen
b. Rückblick:
c. Ausblick:
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Top 5 |
Rückblick und Weiterarbeit am KGR-WE
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Top 6 |
Ø KGR-Dienste: Planung GD 2026 (Churchtools) |
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Top 7 |
Bauausschuss:
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Top 8 |
Informationen aus Ausschüssen, Distrikt und Kirchenbezirk
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Top 9 |
Sonstiges
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Palmsonntag
Liebe Mitchristen!
Heute am Palmsonntag feiern wir Konfirmationsjubiläum., endlich ist es so weit. Wie ging es Ihnen, den Konfirmationsjubilaren, damals damit am Tag ihrer Konfirmation? Lange hatten sie sich vorbereitet auf dieses Fest, ein ganzes Konfirmandenjahr lang. Dann endlich kam ihr großer Tag – damals im Jahr 1956, 1966, 1976 oder 2001. Endlich ist es so weit. Festliche Musik erklingt. Die Verwandten und alle, die im Gottesdienst sind, stehen auf. Sie als Konfirmanden ziehen feierlich in die Kirche ein, zusammen mit Ihrem Pfarrer: Pfarrer Karnowski, Pfarrer Autenrieth, Pfarrer Bender und Pfarrer Binder waren das damals hier in Wehingen. Erinnern Sie sich noch daran, wie das war? Ein besonderer, ein feierlicher Moment war das damals ganz sicher für Sie. Ja, es ist etwas ganz Besonderes, so im Mittelpunkt zu stehen.
Heute feiern wir Ihr Konfirmationsjubiläum. Heute, 25, 50, 60 oder sogar 70 Jahre nach Ihrer Konfirmation, sind Sie mit einigen ihrer Mitkonfirmanden von damals wieder diesen Weg durch die Kirche gegangen, bis ganz nach vorne unter den feierlichen Klängen der Musik: 27 Konfirmanden waren Sie bei Pfarrer Karnowski am 25. März 1956. Kalt war es damals in der Fronhofer Kirche. Der heutige schneereiche Märzsonntag erinnert uns an die kalten und langen Winter, die wir früher hier auf dem Heuberg hatten. Vielleicht hat Pfarrer Bender vor 50 Jahren deswegen die Konfirmation am 7. Juni gefeiert- ein ungewöhnliches Datum, an dem er insgesamt 43 Konfirmanden konfirmiert hat, in zwei Gruppen, getrennt nach Ortschaften. Und alle haben denselben Konfirmationsspruch bekommen, den Zuspruch von Gott: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.“ (1. Mose 12,2) Vor 25 Jahren gab es 35 Konfirmanden in unserer Gemeinde. Pfarrer Binder hat sie in zwei Gruppen unterrichtet und an zwei Sonntagen konfirmiert. Am 6. und am 13. Mai haben Sie damals Konfirmation gefeiert. Und auch unsere Diamantenen Konfirmationsjubilare, die an anderen Orten konfirmiert wurden, werden sich sicherlich noch gut erinnern an den Tag ihrer Konfirmation.
Ich denke noch einmal an den Konfirmationsspruch von Ihnen, den goldenen Konfirmanden: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.“ Der Segen ist ja das Kernstück der Konfirmation. Wenn alle Katechismustexte aufgesagt sind, und die Anspannung, ob alles klappt oder ob man beim Aufsagen stecken bleibt, langsam weicht- dann kommt der Segen. Ganz bestimmt erinnern Sie sich noch daran, wie Sie an Ihrer Konfirmation vorne am Altar auf der Kniebank gekniet sind und Ihr Pfarrer Ihnen zum Segen die Hand aufgelegt hat. Das bleibt in Erinnerung- mehr als die Worte, die Ihr Pfarrer dazu gesprochen hat. Denn solche Rituale sagen oft mehr als viele Worte. Weil wir dabei noch auf einer ganz anderen, viel tieferen Ebene angesprochen werden, wenn Gottes Nähe für uns auch körperlich spürbar wird.
Gottes Nähe wird spürbar in der Wärme der Hand, die mich berührt und segnet. Nähe und persönliche Zuwendung, die körperlich spürbar wird. Davon erzählt auch der Predigttext für den heutigen Palmsonntag (Markus 14, 3-9). Da ist eine Frau, die Jesus körperlich nahekommt. Sie salbt seinen Kopf mit Öl. Eigentlich ist Jesus gerade mit Anderem beschäftigt. Er ist bei Jemanden zum Essen eingeladen. Offen und einladend für alle ist das nun absolut nicht. Man könnte sich vorstellen, an der Tür hängt das Schild: Geschlossene Gesellschaft. Aber diese Frau traut sich, durch diese Tür zu gehen. Sie geht zu Jesus. Auch wenn es für sie so aussehen muss, als ob das eine verschworene Gemeinschaft ist, die ihn da umgibt.
Sie kommt mit ihrer Parfümflasche. Kostbares Nardenöl ist da drin. Das war weit und breit das teuerste Duftöl, das es damals gab. 300 Silbergroschen ist es wert, erfahren wir. Das war damals das Jahreseinkommen eines einfachen Arbeiters. Das Jahreseinkommen! Das muss man sich vorstellen. Und dieses Geld verbrennt sie einfach, wirft es zum Fenster raus, leert es Jesus über den Kopf. Komplett, die ganze Parfümflasche. Alles auf einmal, in einem Schwall. Sie bricht den Flaschenhals auf, der seinen kostbaren Inhalt sonst nur tröpfchenweise preisgeben würde. Kein Wunder, dass sich da Widerstand regt: Das Geld hätte man doch besser den Armen geben sollen!
Ich finde, dieser Einwand wiegt schwer. Kriege und Handelsblockaden verhindern, dass Lebensmittel in die armen Länder kommen. In Afrika verhungern die Menschen. Und auch in unserem Land wird es für die Menschen, die wenig haben, immer schwieriger bei den steigenden Preisen, die wir haben. Jeden Tag müssen sie schauen, wie ihnen das Geld reicht zum Lebensnotwendigen. Arme habt ihr allezeit, sagt Jesus in unserem Predigttext. Das ist die traurige Wahrheit, bis heute. Ich finde es wichtig, dass wir gerade in dieser schwierigen Zeit die Armen nicht vergessen. Ich denke an die sozial Schwachen, die auf den Tafelladen in Trossingen angewiesen sind. Dort fehlt es an Grundnahrungsmitteln, denn die Zahl der Bedürftigen steigt. Vielleicht können Sie ja helfen mit einer Spende.
Arme habt ihr allezeit, sagt Jesus. Und er weiß auch: Die Armen sind darauf angewiesen, dass wir ihnen Gutes tun. Das ist wichtig. Aber die Sorge um die Armen soll uns nicht den Blick verstellen für das Besondere und Einzigartige. Auch die vielen anderen Sorgen, die wir uns jetzt in dieser Krise machen, sollen uns diesen Blick nicht verstellen. Mich habt ihr nicht allezeit, sagt Jesus. Er weiß, was ihn erwartet – Folterqualen, Schmerzen und Tod. Er weiß, diese Frau salbt ihn zu seinem Begräbnis. Im Blick auf all das Schwere, was er zu erleiden hat, gönnt Jesus sich diesen besonderen Moment der persönlichen Zuwendung. Er genießt die Nähe dieser Frau und den wunderbaren Duft ihres kostbaren Öls.
Jesus macht dieser Frau keine Vorwürfe. Er bezieht Position für diese Frau. Für ihn ist das, was diese Frau macht, eine gute Tag- eine Wohltat, die gut tut; nicht nur ihm, sondern allen, die in diesem Raum sind und diesen Duft riechen können. Und es ist eine gute Nachricht, die diese Frau damit verbreitet: Jesus Christus ist der Gesalbte Gottes- sichtbar für alle, die es sehen wollen, hörbar für alle, die es hören wollen. Das Evangelium, die Gute Nachricht von Jesus Christus, wird davon erzählen und damit auch von dieser Frau mit ihrer guten Tat. Sie hat Jesus geehrt. Sie hat ihm Nähe und Zuwendung geschenkt. Sie hat sich zu ihm gestellt, als er heimlich schon zum Tod verurteilt war.
In der guten Tat dieser Frau leuchtet auf, wie Gott selbst zu uns Menschen steht: Am Ende steht Ostern- nach dem Weg durchs tiefe, dunkle Tal der Leiden und des Todes. Am Ende steht Leben- Leben mit Gott und mit Jesus Christus, seinem Gesalbten. Nach diesem Christus sind wir auch Christen genannt: Gesalbte- konfirmiert zum Tun von guten Taten.
Ihre Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer
Judika
Predigt zum Sonntag Judika, 22. 03. 2026
Liebe Mitchristen!
„Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir (Hebräer 13, 12-14). Wir hören diese Bibelworte mit beinah zweitausend Jahren zeitlichem Abstand. Und doch sind sie auch heute wieder erschreckend aktuell. Wie neueste Statistiken belegen, sind Christen die am stärksten verfolgte religiöse Gemeinschaft der Welt. In über 150 Ländern sind sie Zielscheibe von Diskriminierung und gezielten Angriffen- vor allem in Nordkorea, Afghanistan, Somalia und Libyen. Und auch hierzulande weht den Christen zunehmend ein rauer Wind entgegen. Ein Kreuz hängt an der Wand in öffentlichen Gebäuden? Es gibt Religionsunterricht in den Schulen? Was uns früher selbstverständlich war, wird zunehmend in Frage gestellt. Christliche Werte wie die Nächstenliebe und der Schutz für Schwache und Hilfsbedürftige verlieren an Bedeutung in unserer Gesellschaft. Der Ton wird rauer und unbarmherziger. Die Angst, zu kurz zu kommen, wächst, und wird von radikalen Parteien mit ihren einfachen Parolen schamlos ausgenutzt.
Als Christen leben wir sozusagen im Exil- auch in dem Sinn, dass wir eine Hoffnung haben, die über diese irdische Welt hinausgeht. Eine Hoffnung, die bleibt- auch wenn die beiden großen Kirchen in unserem Land an Mitgliedern verlieren und an Bedeutung. „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ So sagt es der Predigttext aus dem Hebräerbrief. Wir haben in dieser Welt keine Garantie darauf, dass alles so bleibt, wie es ist. Stattdessen sind wir unterwegs auf der Suche nach dem, was unserem Glauben Hoffnung und Zukunft gibt.
Als Christen haben wir eine Hoffnung, die über diese Welt hinausgeht. Das heißt nicht, dass es uns egal ist, wie es in dieser Welt gerade zugeht. Die christliche Hoffnung ist keine Vertröstung auf ein Jenseits, wie uns Christen immer wieder vorgeworfen wurde und wird. Ja- wir haben diese Hoffnung auf Gottes neue Welt, in der einmal alles gut werden wird. Und wir halten fest an dieser Hoffnung. Aber im Sinne Jesu Christi können wir nur dann an dieser Jenseitshoffnung festhalten, wenn wir schon im Hier und Jetzt anfangen, diese Hoffnung zu leben und in die Tat umzusetzen.
Das zeigt die Geschichte von den beiden Jüngern Jakobus und Johannes (Markus 10, 35-40). Jakobus und Johannes haben eine Jenseitshoffnung, die nicht im Sinne Jesu ist: In Gottes neuer Welt, in seiner Herrlichkeit wollen sie neben Jesus Christus sitzen. Neben seinem Thron im Himmel sollen noch einmal zwei Throne für sie stehen- einer rechts von Jesus und einer links von ihm. Eine sehr diesseitige Jenseitshoffnung ist es, die Jakobus und Johannes da haben. Da geht es um Macht und um Einfluss. An der Schaltstelle der Macht wollen diese beiden in Gottes Himmelreich sitzen- direkt neben Jesus. Aber so ist es nicht in Gottes neuer Welt. So soll es auch unter uns Christen in dieser Welt nicht sein. Sondern: „Wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“ (Markus 10, 44-45)
Die beiden großen Kirchen in unserem Land verlieren an Mitgliedern und an Bedeutung. Aber ist es denn wirklich unsere Aufgabe als Kirche, hier in dieser Welt an den Schaltstellen der Macht zu sitzen, einflussreich und mächtig zu sein? Geht es nicht vielmehr darum, einen Gegenpol zu setzen gegen die weit verbreitete Meinung, dass Einfluss, Macht und Geld das Einzige ist, was im Leben zählt? Dem haben wir als Christen etwas entgegenzusetzen, auch -ja vielleicht sogar gerade- wenn unser Einfluss und unsere Macht in dieser Welt schwinden: Die christliche Überzeugung, dass jeder Mensch seine eigene Würde und seinen eigenen Wert hat. Auch die Pflegebedürftigen. Auch die Kranken und Behinderten. Als Christen sehen wir sie nicht als Kostenfaktor. Wir sehen sie als Menschen mit Würde und Wert.
„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Im Glauben leben heißt auch: sich in Bewegung setzen. Neue Wege suchen, wie wir mit den Herausforderungen unserer Zeit leben können. Und dabei nicht den Mut verlieren, sondern auf Gott vertrauen. Er ist unsere Zukunft. Auf den ersten Seiten der Bibel ist von einem Mann und einer Frau die Rede, die den Aufbruch wagen (1. Mose 12, 1-6). Abraham und Sara verlassen ihre Heimat, ihre Familie, ihre Gewohnheiten. Sie wagen den Aufbruch in die Fremde. Interessant ist dabei, dass gerade dieser Mann zum Urvater des Glaubens wird. Abraham weiß genauso wenig wie Sara, was sie erwartet. Einzig im Vertrauen auf Gott begeben sie sich auf den Weg. In ihrem Herzen die Zuversicht, dass Gott mit ihnen ist. Das reicht ihnen. Das ist ihre Hoffnung. Darauf setzen sie ihr Vertrauen. Das macht sie stark und selbstgewiss. Da ist es egal, wo und wie sie ankommen werden. Ihr Glaube, ihr Vertrauen zu Gott setzt sie in Bewegung.
Machen wir uns hoffnungsvoll auf und suchen wir nach der zukünftigen Stadt – in einer Welt, in der neue Formen des christlichen Miteinanders nötiger werden denn je. In einer Zeit, die uns vor ungeahnte Herausforderungen stellt – und die größte Herausforderung ist wohl die, dass wir die Hoffnung nicht sinken lassen. Aus der Erstarrung aufbrechen, sich für unsere Mitmenschen stark machen, Trost und Hoffnung verbreiten, sichtbar unseren Glauben leben. All das ist jetzt mehr gefragt denn je.
Unsere christliche Hoffnung trägt auch in schwierigen Zeiten. Sie ist keine Schönwetter-Hoffnung. Sie ist gegründet in Jesus Christus, der alles Elend und Leid der Welt auf sich genommen hat. Und das nicht als allmächtiger Strahlemann, der über dem allen drübersteht. Sondern als einer, der das Elend und Leid versteht, weil er es selber durchgemacht hat. Draußen vor dem Tor der Stadt hat er gelitten, hat er sein Blut vergossen am Kreuz, verachtet und verspottet. Er lässt uns nicht im Stich, egal was kommt. Zu ihm können wir kommen mit unseren Gebeten, gerade auch in schweren Zeiten. Er versteht, wie es uns geht.
Vertrauen wir einem Gott, bei dem Leid und Tod nicht das letzte Wort haben. Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene steht für den neuen Weg, der nicht stehen bleibt bei Althergebrachtem. Aus unserem Glauben an Gott sind wir aufgefordert, nach dem Guten zu streben und darin Jesus nachzufolgen. Wir können das, weil wir glauben dürfen, dass wir auf dem Weg in die zukünftige Stadt sind. Im Vertrauen auf Jesus Christus, der nicht so bleiben wollte, wie er war und der nicht alles beim Alten belassen wollte, können wir getrost in die Zukunft blicken.
Ihre Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer
Herzliche Einladung zur Sitzung des Kirchengemeinderates
am Montag, 23.03.2026 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal ein.
Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:
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Top 1 19:30 Uhr |
Begrüßung Andacht |
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Top 2 |
Festlegung und Ergänzung der Tagesordnung |
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Top 3 |
Öffentliches Protokoll der letzten Sitzung vom 24.02.2026 |
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Top 4
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a. Gemeindeleben: Mitteilungen und Anregungen Ø b. Rückblick:
c. Ausblick:
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Top 5 |
Rückblick und Weiterarbeit am KGR-WE
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Top 6 |
Ø KGR-Dienste: Planung GD 2026 (Churchtools) |
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Top 7 |
Bauausschuss:
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Top 8 |
Informationen aus Ausschüssen, Distrikt und Kirchenbezirk
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Sonstiges
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Lätare
Predigtgedanken aus dem Familiengottesdienst zum Abschluss von Konfi 3 am Sonntag, 15.03.2026
Liebe Mitchristen!
Heute feiern wir den Sonntag Lätare. Lätare bedeutet: Freut euch! Freude mitten in der Passionszeit, wo wir an das Leiden und Sterben von Jesus Christus denken? Manchmal liegen Freud und Leid ja nahe beieinander. Die Konfi 3-Kinder haben sich dazu gestern drei kleine Anspiele überlegt, in dem sie von eigenen leidvollen Erfahrungen erzählen, und wie man in solchen Situationen wieder zur Freude finden kann. Wirklich vielfältige Situationen habt ihr uns vorgespielt- Danke! Ja, ganz verschiedene Gründe gibt es dafür, dass wir Trost brauchen: Hinfallen und das Knie ist aufgeschürft, geärgert werden von einem anderen Kind. Beim Fußball oder beim Musizieren zu merken: Es klappt nicht so, andere machen es besser, sind größer oder geübter. Schön, dass ihr Kinder euch dazu auch überlegt habt, wie das dann wieder gut werden kann in so einer Situation, und was es dazu braucht: Ein paar aufmunternde Worte, ein Pflaster auf dem Knie- das sprichwörtliche Trostpflaster eben- eine helfende Hand. Aber das braucht es eben auch, und das habt ihr uns auch gezeigt mit euren Anspielen: Man muss sich auch mit dem Problem selbst auseinandersetzen, das jemanden traurig gemacht hat, und versuchen, es aus der Welt zu schaffen: Sich wieder vertragen, wenn man sich gestritten hat; sich entschuldigen, wenn man zu jemandem gemein war. Dann wird es wieder gut.
Dann sind wir getröstet. Und noch etwas Anderes habt ihr euch gestern bei unserem Konfi 3- Treffen überlegt: Wer tröstet euch, wenn ihr traurig seid? Ganz oft ist das eure Mutter. Schön, dass ihr eure Mütter heute auch mitgebracht habt. So wie eine Mutter ihr Kind tröstet, so will uns auch Gott trösten, wenn wir traurig sind oder verletzt oder wütend: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet,“ sagt Gott in der Bibel (Jesaja 66, 13) Aufgeschrieben hat diesen Spruch ein Mann, der in der Bibel den Namen Jesaja hat. Jesaja sitzt an einem Ort, von wo er die ganze Stadt Jerusalem überblicken kann. Jesaja erinnert sich: Früher war Jerusalem eine schöne Stadt, mit hohen Stadtmauern, großen Stadttoren und schönen Häusern. Aber dann kam der Krieg, und alles ging kaputt. Viele Menschen wurden aus der Stadt Jerusalem vertrieben. Erst nach vielen, vielen Jahren konnten sie wieder zurück. Aber in Jerusalem war nichts mehr so wie früher. Und es war schwer, die Stadt wieder aufzubauen, wenn man nichts hatte: Seht ihr die vielen Häuser, die immer noch kaputt sind, sagte Jesaja, und eine Träne rollte aus seinem Auge. „Keiner kann in ihnen wohnen. Die Dächer haben riesige Löcher, die Wände sind eingestürzt und die Türen fehlen. Ach, es ist so traurig, das alles so kaputt ist.“
Bei Jesaja sitzen viele Menschen- Männer, Frauen und Kinder. Sie hören ihm zu. Jesaja hat ihnen schon oft von Gott erzählt. Sie sind ja alle noch nicht lange wieder hier in der Stadt. Da tut es gut, so nahe beieinander zu sitzen. Denn sie haben eine schwere und gefährliche Zeit hinter sich: Sie waren getrennt voneinander, wurden von Feinden verfolgt, hatten große Angst, Hunger und Durst. Ach je! Noch einmal seufzt Jesaja tief. Dann kommt auf einmal ein Lächeln in sein Gesicht: Aber wir sind hier! Und schaut mal- dort drüben sind schon einige Häuser wieder aufgebaut. Wir haben unsere Stadt zurück! Auf einmal springt Jesaja auf und reißt die Arme in die Höhe: „Freut euch mit Jerusalem!“ ruft er. „Jubelt in der Stadt, alle die ihr sie lieb habt. Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr über sie traurig wart.“ (Jesaja 66, 10) Jesaja setzt sich wieder hin und sagt: Ich erzähle euch jetzt, was Gott uns versprochen hat (Jesaja 66, 11): Wie Babys, die an der Brust der Mutter saugen so sollen wir uns ab jetzt wieder in unserer Stadt fühlen: Satt, warm und sicher. Genau so hat Gott es zu mir gesagt: „Wie einen Strom leite ich den Frieden in die Stadt und den Reichtum der Völker wie einen rauschenden Bach.“ (Jesaja 66, 12) Und trösten will ich euch (Jesaja 66, 13). Trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet: Auf dem Arm tragen, auf den Knien schaukeln. Festhalten, bis es euch wieder gut geht und ihr wieder fröhlich sein könnt. Ja, trösten, wie eine Mutter tröstet, das kann Gott. Es wird uns wieder gutgehen, hier in unserer geliebten Stadt Jerusalem.
So sagt es Jesaja damals den Menschen in der zerstörten Stadt Jerusalem. Auch wenn das Leben dort wirklich traurig war, Jesaja konnte sich auf einmal freuen. Gott hat den Jesaja getröstet- wie eine Mutter, die ihr Kind tröstet. Und die Freude von Jesaja ist ansteckend. Alle haben sich auf einmal mitfreuen können- obwohl ihre Stadt immer noch kaputt war, und es noch ganz lange gedauert hat, bis alles wieder ganz war. Aber die Menschen wussten: Gott ist da. Gottes Liebe strömt in unser Herz, wie das Wasser von einem Bach. Wir sind nicht mehr allein. Gott ist bei uns. Darauf können wir uns verlassen- auch heute: Jesus ist bei uns. Bevor er am Kreuz gestorben ist, hat Jesus seine Jünger getröstet und hat ihnen das Abendmahl geschenkt. Immer, wenn wir Abendmahl feiern, denken wir daran und wissen: Jesus ist für uns da.
Ihre Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer

