Kategorien
Gedanken zum Sonntag

16. Sonntag nach Trinitatis

Predigt zum Familiengottesdienst am 20. September 2026

Liebe Kinder, liebe Erwachsene!

„Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über mir und über dir.“ So haben wir gerade miteinander gesungen. Und ihr, liebe Konfi 3-Kinder, habt mir dabei geholfen, die Geschichte zu erzählen, die ganz am Anfang in der Bibel steht: Adam und Eva kommen in dieser Geschichte vor, außerdem viele Tiere und unsere schöne Welt mit ihren Bäumen und Blumen. All das hat Gott uns Menschen geschenkt, damit wir gut darauf aufpassen- auf die Tiere, die Pflanzen und auch auf die Menschen um uns herum.

Viele von Euch haben vielleicht ein Haustier, und ihr wisst, was für ein treuer Begleiter so ein Haustier sein kann. Wenn ihr einen Hund habt- der merkt auch, wenn ihr traurig seid, und will euch trösten. Aber verstehen, warum ihr traurig seid, das kann ein Hund nicht. Deswegen ist Adam, der erste Mensch, so froh, als Gott einen zweiten Menschen für ihn macht: Eva, die Frau an seiner Seite. Ja, das größte Wunder, das Gott gemacht hat, das sind wir Menschen: Adam sieht ganz anders aus als Eva. Du siehst ganz anders aus als ich. Jeder Mensch ist einmalig. Jeder Mensch ist ein Wunder Gottes; ein Geschenk von Gott: Ein Kind wird geboren. Wenn wir das erleben dürfen, werden wir zu Augenzeugen von Gottes Schöpfung- so wie damals bei Adam und Eva.

„Lass dich fallen, und ich helfe dir auf. Spring, und ich verleihe dir Flügel.“ Dieser Spruch soll eines unserer Taufkinder begleiten auf seinem Lebensweg. Ja, auf Gott können wir vertrauen in jeder Lebenslage. Wenn wir fallen, hilft Gott uns wieder aufzustehen und festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Wenn wir einen Sprung ins Neuland wagen, dann gibt Gott uns Kraft und Mut und beschützt und unter dem Schatten seiner Flügel. So wie es in Psalm 17, 8 heißt: „Beschirme mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.“ Gott ist für uns da. Er begleitet uns durchs Leben. Wir sind für ihn unendlich wertvoll und wichtig, jeder und jede einzelne von uns- so wichtig wie ein Augapfel im Auge. Auf den Augapfel im Auge passt man besonders gut auf, denn für uns alle ist es ganz wichtig, dass wir unsere Augen haben, mit denen wir sehen können. Augapfel- heute ein ungewöhnliches Wort. Aber das Auge ist ja rund wie ein Apfel, deswegen sagt man auch Augapfel dazu.

Ja, wunderbar sind wir gemacht von Gott. Das Auge mit dem Augapfel ist ein gutes Beispiel dafür: Was für ein Wunder ist es, dass wir sehen können: Die Bäume, die Blumen, die Farben, die Tiere- und die Menschen um uns herum! Dieses Wunder hat angefangen bei Adam und Eva, als Gott die Menschen und die Welt gemacht hat.

Aber war da bei Adam und Eva nicht noch eine andere Geschichte mit einem Apfel? Ja- so wunderbar hat Gott uns Menschen gemacht, dass wir die Freiheit haben, zu wählen zwischen dem Guten und dem Bösen. Den Apfel an einem der Bäume im Paradiesgarten sollten Adam und Eva nicht essen. Aber genau das haben sie getan- das, was verboten war. Was hilft nun dagegen, dass wir uns zu bösen Taten verführen lassen? Es hilft der Glaube an Gott und an Jesus. Jesus ist den Weg der Liebe für uns gegangen. Er hat unsere Sünden auf sich genommen am Kreuz- allein aus Liebe. Ja, ein noch größeres Wunder als der Mensch ist die Liebe. Die Liebe haben wir von Gott. In Liebe sollen wir einander begegnen. In Liebe sollen wir uns um Gottes Welt kümmern- um die Pflanzen, Tiere und Menschen. So wie es in der Bibel in 1. Johannes 3, 18 heißt: „Lasst uns nicht lieben mit Worten, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.“

Ihre Pfarrerin Dr. Dorothee Kommer