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Vorschlag für eine Hausandacht an Gründonnerstag, 9. April 2020

L: Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
A: Amen.
L: Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn.
A: Der Himmel und Erde gemacht hat.

Lied 430, 1-3: Gib Frieden, Herr, gib Frieden

Psalm 111 

Eingangsgebet (nach reformiert-info.de)

L.: Ewiger Gott. Wie konnten wir vergessen, was uns unsere Vorfahren gelehrt haben: Denn alles Fleisch, es ist wie Gras. Wir haben ihnen nicht geglaubt, sondern an uns, an die Macher und Performerinnen, an die Fachleute und Forscherinnen. 

E.: Wie konnten wir vergessen, was uns die Physiker längst erklärt haben: der homo sapiens, unser Planet, unser Universum – eine Nanokügelchen in den Welten der Welten. Nun sind wir aufs Existenzielle zurückgeworfen. 

E.: Werden unsere Kliniken vielleicht entscheiden müssen, wen sie überleben lassen und wen nicht? Wird sich an den Börsen entscheiden, wer in Zukunft noch seinen Lebensunterhalt hat und wer nicht? 

E.: Ewiger Gott. Manchmal wollen wir dir Vorwürfe machen, dass du deine Menschen nicht moralisch besser ausgestattet hast. Aber da gab es doch so viele Vorbilder, so viele gute Weisungen. 

E.: Schenk uns die Gewissheit, dass uns vergeben ist, damit wir uns selbst und anderen vergeben. Schenk uns die Kraft, mit unseren Ängsten fertig zu werden und danach zu fragen, wer uns nötig braucht. 

E.: So viele Menschen sind noch viel mehr als wir an Leib und Leben bedroht, in den Flüchtlingslagern und den Kriegsgebieten und vielleicht im Nachbarhaus. Lass uns die nicht vergessen. 

L.: Bleibe bei uns. In Gesundheit und Krankheit. In Glück und Unglück. Im Leben und im Sterben.

Amen. 

L: Wir beten weiter in der Stille, miteinander und füreinander.

(Gebetsstille)

L: Herr, du hörst unser Gebet, darum kommen wir zu dir.


Lied 228, 1-3: Er ist das Brot, er ist der Wein

Predigttext 2. Mose 12, 1-4+6-8+11-14

Predigtgedanken (siehe hier)

Lied 604, 1-3: Im Lande der Knechtschaft

Fürbittengebet (nach velkd.de):
L.: Deine grenzenlose Liebe, Gott – wir brauchen sie.
E.: Alle, die eingeschlossen sind und in Quarantäne ausharren brauchen sie,
die von häuslicher Gewalt Bedrohten brauchen sie.
E.: Die Alleingelassenen brauchen sie, die Verzweifelten brauchen sie. 

L.: Wir denken an die, die uns nahestehen.
A.: Deine grenzenlose Liebe, Gott – sie hält uns, sie trägt uns.

E.: Deine grenzenlose Liebe, Gott,
für die Infizierten, die Kranken, die Sterbenden.

L.: Wir denken an die Betroffenen in Italien, in Spanien, in aller Welt.A.: Deine grenzenlose Liebe, Gott – sie hält uns, sie trägt uns.

E.: Deine grenzenlose Liebe, Gott,
für die, die kein schützendes Obdach haben.

E.: Für die, die zwischen den Grenzzäunen gefangen sind,
für die, die zwischen Trümmern ausharren. 

L.: Wir denken an die Flüchtlinge auf Lesbos, an die in Transiträumen Gestrandeten, an die Menschen in Syrien.

A.: Deine grenzenlose Liebe, Gott – sie hält uns, sie trägt uns.

Deine grenzenlose Liebe, Gott
für alle, die pflegen, für alle, die sich in Gefahr begeben,
für alle, die forschen und sich nicht schonen.


L.: Wir denken an alle, die in den Krankenhäuern für die Kranken da sind.Wir denken an die Wissenschaftlerinnen und Forscher in den Laboren.
Wir denken an alle, die uns mit Lebensmitteln und allem, was wir brauchen, versorgen. 

A.: Deine grenzenlose Liebe, Gott – sie hält uns, sie trägt uns.

L.: Du bist da.  Bleib bei uns und deiner Gemeinde –
heute und jeden neuen Tag.
Amen.

L: Vater unser


Segen

L: Der Herr segne uns und behüte uns // der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns
und sei uns gnädig. // Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns, und schenke uns Frieden.
A: Amen.