Kirchl. Nachrichten Woche 17-2016

WORT DER WOCH WORT DER WOCHE – ROGATE (Betet)

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. Psalm 66, 20

Beten heißt: von sich wegsehen, den Blick auf Gott richten und von ihm alles erwarten. Aus dieser Hal­tung der Zuversicht heraus spricht der Beter des 66. Psalms und mündet ein in das Lob Gottes. Sein Vertrauen richtet sich allein auf Gott, nicht auf seine eigenen Fähigkeiten. Dabei sieht sich der Beter keineswegs auf der Sonnenseite des Lebens. Man könnte ja annehmen, dass einer umso leichter in das Gotteslob einstimmen kann, je besser es ihm geht. Doch das Gute, das uns widerfährt, buchen wir nicht selten auf das Konto unseres Leistungs­vermögens. »Not lehrt beten«, heißt es im Volks­mund, und diese Not führt uns schon eher auf die Spur Gottes: Halt, da war doch noch einer, bei dem Trost in schwerer Zeit zu finden ist. Der Psalmbeter führt uns durch alle Höhen und Tiefen des Lebens. Er lehrt uns beten, wenn uns übel mitgespielt wird, und wenn wir der Gefahr entkommen konnten und verschont geblieben sind. Gott verwirft unser Gebet nicht, auch wenn er nicht alles erfüllt, was wir erbitten. Oft hilft er dort, wo wir es am wenigsten erwarten. Das Beten erinnert Gott an seine Möglichkeiten, wo wir längst am Ende sind.

Das Zitat der Woche

Noch niemals hatte die Menschheit so viel Angst wie heutzutage – und noch niemals hatte sie so viel Grund dazu.

Betrand Russell (1872-1970), britischer Philosoph und Schriftsteller

AKTUELLES

Freitag, 06. Mai 2016, Johannes-Gemeindehaus gosheim

„Was Frauen bewegt“

„Verletzte Gefühle machen krank! – Ist Heilung möglich?“

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